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Warum mehma entstanden ist – und warum die Suche nach psychischer Unterstützung oft schwieriger ist, als sie sein müsste

Wie zwei persönliche Erfahrungen zu mehma führten – einer Plattform, die psychische Unterstützung in Österreich einfacher, anonymer und passender macht.


Ein Bild von einer Podcastaufnahme von Simon Prestle und Marvin Funke
Simon Prestel & Marvin Funke

Es gibt Ideen, die entstehen nicht im Besprechungsraum.

Sie entstehen aus persönlichen Erfahrungen. Aus Momenten, in denen man merkt, dass etwas nicht stimmt. Aus Situationen, in denen man Hilfe sucht und plötzlich feststellt, wie kompliziert dieser erste Schritt eigentlich sein kann.


Genau so ist mehma entstanden. Nicht aus der Idee, einfach eine weitere Plattform für psychische Gesundheit zu entwickeln. Sondern aus zwei sehr unterschiedlichen Geschichten, die am Ende dieselbe Erkenntnis hatten: Wer Unterstützung sucht, weiß oft gar nicht, wo er anfangen soll.


Psychische Belastungen sind oft unsichtbar


Wer an psychische Belastungen denkt, stellt sich häufig Menschen vor, denen man ihre Krise ansieht. Die Realität sieht oft ganz anders aus.


Viele gehen jeden Tag zur Arbeit, treffen Freunde, lachen und funktionieren scheinbar ganz normal. Gleichzeitig kämpfen sie im Inneren mit Ängsten, Überforderung oder Panikattacken ohne dass ihr Umfeld etwas davon bemerkt.


Genau diese Erfahrung machte einer der Gründer von mehma. Über längere Zeit traten immer wieder Panikattacken auf, besonders in Situationen mit vielen Menschen. Nach außen wirkte alles normal. Im Inneren fühlte sich jedoch jeder Restaurantbesuch oder jedes Treffen mit Freunden wie eine enorme Belastung an.


Als später Freunde davon erfuhren, war die Reaktion fast immer dieselbe: „Das hätte ich nie gedacht."


Psychische Belastungen sind eben nicht immer sichtbar.


Ein Mann der nach außen lacht, aber es kreisen enorm viele Gedanken um ihn.
*KI-generiertes Bild

Der schwierigste Schritt ist oft nicht, Hilfe anzunehmen – sondern sie zu finden


Irgendwann kommt für viele Menschen der Moment, an dem klar wird: So kann es nicht weitergehen. Dann beginnt die Suche. Und genau dort stoßen viele auf das nächste Problem.


Zahlreiche Plattformen setzen voraus, dass Betroffene bereits wissen, wonach sie suchen. Sie sollen auswählen, ob sie unter einer Angststörung, Depression, Traumafolgestörung oder einer anderen Diagnose leiden.


Doch genau das wissen viele Menschen gar nicht. Sie möchten zunächst verstehen, was mit ihnen los ist und jemanden finden, der sie dabei begleitet.

Eine zweite Geschichte, die alles verändert hat


Auch der zweite Gründer von mehma machte eine Erfahrung, die ihn nachhaltig geprägt hat. Während seiner Zeit als Lokführer erlebte Marvin einen Schienensuizid. Trotz eingeleiteter Schnellbremsung konnte der Unfall nicht verhindert werden.


Unmittelbar danach waren Polizei, Rettungskräfte und ein Kriseninterventionsteam vor Ort. Rückblickend war genau diese sofortige Unterstützung einer der wichtigsten Faktoren, um das Erlebte zu verarbeiten.


Doch nachdem die ersten Tage vergangen waren, stellte sich eine neue Frage: Wie geht es jetzt weiter? Es bestand kein akuter psychiatrischer Notfall, aber das Bedürfnis, mit einer professionellen Person über das Erlebte zu sprechen. Nur die Frage: An wen wendet man sich in einer solchen Situation? Diese Antwort war überraschend schwer zu finden.


Ein Mann der nicht weiß welche Art von Therapie oder Beratung zu ihm passt.

Genau daraus entstand die Idee zu mehma


Beide Erfahrungen führten zur gleichen Erkenntnis. Nicht jede Person braucht dieselbe Form der Unterstützung. Und vor allem: Niemand sollte zuerst eine Diagnose kennen müssen, um passende Hilfe zu finden.


Deshalb entstand mehma. Eine Plattform, auf der Menschen ihre Situation einfach in ihren eigenen Worten beschreiben können und zwar ohne Fachbegriffe, ohne medizinisches Vorwissen, ohne lange Filterlisten.


Psychotherapie ist wichtig – aber nicht immer die einzige passende Unterstützung


Viele Menschen verwenden den Begriff Therapie als Sammelbegriff für jede Form psychischer Unterstützung. Dabei gibt es unterschiedliche Berufsgruppen mit unterschiedlichen Schwerpunkten.


Je nach persönlicher Situation kann eine Psychotherapie in Wien, eine klinisch-psychologische Behandlung oder eine psychosoziale Beratung in Wien sinnvoll sein.

Gerade bei Themen wie Trennung, beruflicher Überforderung, Konflikten oder belastenden Lebensereignissen kann auch eine psychosoziale Beratung ein wertvoller erster Schritt sein. Einen ausführlichen Überblick dazu gibt es im Beitrag über psychische Beratung in Salzburg.


Technologie soll den ersten Schritt erleichtern


Künstliche Intelligenz soll bei mehma keine Therapeut:innen oder Berater:innen ersetzen. Sie soll lediglich das tun, was vielen Suchenden bisher gefehlt hat, nämlich Orientierung geben.


Statt Diagnosen auswählen zu müssen, können Betroffene ihre Situation einfach beschreiben. Die KI erkennt daraus relevante Themen und hilft dabei, die passende Form der Unterstützung zu finden. Nicht als Diagnose, nicht als Behandlung, sondern als Wegweiser.


Ein symbolisches Bild wo eine KI-Hand und eine Menschenhand das mehma-Logo berühren.

Von ehemals Suchenden für Suchende


Ein entscheidender Unterschied bei der Entwicklung von mehma war die Perspektive. Die Plattform wurde nicht ausschließlich aus Sicht von Fachpersonen entwickelt, sondern aus Sicht von Menschen, die selbst erlebt haben, wie schwierig die Suche nach passender Unterstützung sein kann. Und deswegen reden wir auch darüber. Hört gerne rein in unseren Podcast.


Die zentrale Frage lautete immer: Was hätte den ersten Schritt damals einfacher gemacht? Diese Perspektive prägt mehma bis heute.


Unser Podcast: kopffreischnauze
Unser Podcast: kopffreischnauze

Psychische Gesundheit beginnt mit einem einfachen ersten Schritt


Nicht jede Krise ist gleich. Nicht jede Person braucht dieselbe Unterstützung. Und nicht jeder Weg beginnt bei einer Therapie oder Beratung. Wichtig ist vor allem, dass der erste Schritt möglichst einfach wird.


Genau dafür wurde mehma entwickelt: als Orientierungshilfe, um Menschen schneller und unkomplizierter mit der passenden Unterstützung zusammenzubringen.


Wer mehr über die Entstehungsgeschichte, die persönlichen Erfahrungen der Gründer und die Vision hinter mehma erfahren möchte, findet die komplette Geschichte in der ersten Folge unseres Podcasts „Kopf frei Schnauze" – auf YouTube, Spotify und Apple Podcasts.


Bereit für den ersten Schritt? Finde jetzt anonym und in wenigen Minuten eine passende Fachperson.



Dieser Artikel wurde vom Redaktionsteam von mehma erstellt und ersetzt keine professionelle Diagnose oder Notfallversorgung. Bei akuter Selbstgefährdung wende dich bitte sofort an den Notruf 112, die Telefonseelsorge (142) oder den psychiatrischen Notdienst Wien (01 31330).



 
 
 

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